Ambulanter Hospizdienst: Wanderausstellung – Gemeinsam unterwegs

Die Hospizstiftung Niedersachsen schickt im Rahmen des Themenjahres „Was ist gutes Sterben?“ die Wanderausstellung „Gemeinsam unterwegs“- durch Niedersachsen. Koordinatorin Barbara Weißbrich freut sich, dass der Ambulante Hospizdienst einer der kooperierenden Dienste ist und die Ausstellung vom 2. – 7. November in der Stiftskirche St. Marien Obernkirchen gezeigt werden kann.

Eine Ausstellung zu Leben und Endlichkeit
Die Wanderausstellung ist vor dem Hintergrund der Hospizarbeit entstanden. Konzipiert wurde sie von Kerstin Slowik, Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes/Vereinte Martin Luther und Althanauer Hospital Stiftung Hanau.

Die Ausstellung orientiert sich an der biblischen Geschichte der Emmaus-JĂĽnger (Lukas, Kapitel 24, Verse 13-35). In dieser Geschichte sind zwei Menschen nach einem sehr schweren Schicksalsschlag miteinander unterwegs und erfahren, dass sie jemand auf ihrem Weg begleitet. Diese Begleitung hilft ihnen, schrittweise ins Leben zurĂĽck zu finden und ihren eigenen Weg dann alleine weiter zu gehen.

12 ausdrucksstarke Bilder zeigen ein altes Paar, das gemeinsam am Strand spaziert – diese Bilder des Inselmalers „Anselm“ aus Langeoog stehen stellvertretend fĂĽr den Gang durchs Leben und den Abschied. Die Texte von Liedermacher Rolf Zuckowski geben den Bildern eine ganz neue Bedeutung und ergänzen diese.

Hier in Obernkirchen begleiten ehrenamtlich Mitarbeitende vom Ambulanten Hospizdienst die Wanderausstellung, stehen den BesucherInnen für Gespräche zur Verfügung und informieren gerne über eigene und weitere Beratungs- und Hilfsangebote in der Region.

Termine der Wanderausstellung
Vom 02. – 07. November in Obernkirchen
Ort: Stiftskirche St. Marien, Kirchplatz

Dienstag, Freitag, Samstag 10-13 Uhr
um 12 Uhr Zeit zur Einkehr
Dienstag bis Sonntag von 15-18 Uhr
Gruppen nach Vereinbarung; Tel.: 05724-961144

Mittwoch, 3. November 19 Uhr
Vortrag „Endlich Leben-Endlich Leben“
mit Heidrun Kuhlmann

Wenn Sie mehr über das Themenjahr „Was ist gutes Sterben“ erfahren möchten, schauen Sie auf die Homepage unter: https://www.hospiz-palliativ-nds.de/was-ist-gutes-sterben/

Bildrechte: Michael Wrana

Ambulanter Hospizdienst: Leuchtturmprojekt – Der grĂĽne Raum

Vor gut einem Jahr beteiligte sich der Ambulante Hospizdienst an dem Wettbewerb „Ideen werden Wirklichkeit“. Das Unternehmen Westfalen Weser Energie (WWE; Paderborn) unterstützt alljährlich bürgerschaftliches Engagement von Vereinen, die im Netzgebiet von Westfalen Weser ansässig sind. Mit dem Preisgeld von 10.000€ wurde aus einem eher unansehnlichen Stück Grün eine echte Oase.

Einweihung im Juni 2021
Bei der offiziellen Einweihung ĂĽberreichte Frank Wohlgemuth als Regionalvertreter von Westfalen Weser die Urkunde fĂĽr das Leuchtturmprojekt. Koordinatorin Barbara WeiĂźbrich dankte den beteiligten Unternehmen Garten-& Landschaftsbau Gottschalk und Meier Natursteinbetriebe.
„Es wurden für uns kostenfrei zwei Skulpturen in den Garten versetzt, die eine Leihgabe des Kulturfensters Obernkirchen sind“, erläutert Weißbrich. Bei den Skulpturen handelt es sich um Werke, die im Rahmen des Bildhauersymposiums entstanden sind. Zunächst ist da „Mothers Love“, eine Schwangere in Stein, 2015 hergestellt von Tutani Mgabazi aus Simbabwe. Daneben der Zeitlos-Schriftzug von Ingeborg Obrez-Schmidt aus dem Jahr 2012.

Hospizarbeit in und um Obernkirchen
Bürgermeister Oliver Schäfer hebt die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit durch den Hospizdienst hervor und beschreibt die außerordentlich gute Verbindung der Skulpturen zur Hospizarbeit. Gerade auch in Bezug auf Sternenkinder, welche vor, während oder kurz nach einer Geburt sterben. Geburt und Sterben sind ein Lebenskreislauf.
Dörte Worm-Kressin als Vorsitzende des Kulturfensters betonte, dass die Exponate einen guten Ort gefunden hätten, der auch öffentlich einsehbar sei. Denn offen, das ist der Ambulante Hospizdienst Sonnenhof zweifelsfrei: „Jeder, der uns besuchen möchte, kann das machen“, lädt Barbara Weißbrich ein.

Dazu sei nur eine kurze telefonische Anmeldung unter -> 05724-961144 nötig.

Ambulanter Hospizdienst: Umzug in das Haus am Tor

Im Haus am Tor an der Stiftsmauer 3 in Obernkirchen hat der Ambulante Hospizdienst neue, behindertengerechte Räumlichkeiten bezogen. Koordinatorin Barbara Weißbrich und ihre Kollegin Anja Meyer freuen sich, dass die frühere Hausmeisterwohnung des Sonnenhofs ausreichend Platz für die Arbeit des Hospizdienstes bietet: Ein Büro, ein großer Gruppenraum mit Küche, ein Beratungszimmer und ein Treffpunkt für die Ehrenamtlichen. „Damit kann sich der Ambulante Hospizdienst mehr denn je zu einer Anlaufstelle und einem Ort der Begegnung entwickeln“, sind sich Weißbrich und Meyer sicher.

Sterben und Trauern haben hier ihren Platz
Aktuell sind über 30 Ehrenamtliche in Obernkirchen, Auetal und Umgebung im Einsatz. Sie begleiten Menschen auf ihrem letzten Lebensweg und leisten Trauerbegleitung für deren Angehörige. Über die Jahre hat der Ambulante Hospizdienst sein Angebot immer weiter ausgebaut. Zurzeit findet einmal im Monat ein offener Trauerkreis statt. Der neue Gruppenraum mit Küche ist alle drei Wochen für den Kurs „Kochtreff für trauernde Männer“ reserviert. Dreimal im Jahr können sich Interessierte für den „Letzte Hilfe Kurs“ anmelden, in dem es um die Themen „Sterben als Teil des Lebens“, Vorsorgen und entscheiden“, „Leiden lindern“ und „Abschied nehmen“ geht. Darüber hinaus treffen sich die Ehrenamtlichen zu Gruppenabenden, zur Supervision und zu regelmäßigen Fortbildungen. Im Haus am Tor herrscht also reges Leben.

10 Jahre Tagespflege – Zufriedene Gäste und eine gute Auslastung

Seit zehn Jahren gibt es jetzt die Tagespflege des Seniorenzentrums Obernkirchen. Zu diesem Anlass lud man im Rahmen des La-Flèche-Parkfestes Ende April zu einem Tag der offenen Tür ein. Bei Waffeln und Kaffee konnten die Besucher die Räume der Tagespflege kennenlernen. In dem wunderschönen Fachwerkhaus mit kleiner Terrasse war vor zehn Jahren noch ein Café zuhause. Nach einem grundlegenden Umbau bietet es heute Platz für 15 Senioren. „Nicht nur aus Obernkirchen, sondern aus dem gesamten Auetal kommen unsere Gäste, die hier von 8.30 bis 16.30 Uhr betreut werden“, erzählt Leiterin Miriam Böger. „Ende 2016 wurde noch einmal umgebaut. Seitdem stehen uns für die Betreuung zwei Räume zur Verfügung, sodass wir noch stärker Angebote nach Bedarf machen können.“

Jeder Tag startet mit einem Frühstück, danach gibt es ein wechselndes Programm: Gedächtnistraining, Gymnastik, Karten spielen und vieles mehr. Regelmäßig werden Ausflüge unternommen, es wird gekocht und gebacken. „Alle kommen gerne und genießen die gemeinsam verbrachte Zeit. Und das wünschen wir uns auch für die Zukunft: Zufriedene Gäste, denen wir schöne Tage bereiten können“, fasst Miriam Böger zusammen. 

Am 29.03.2019 verstarb Claire Baum

N a c h r u f

Am 29.03.2019 verstarb

Claire Baum

Sie gehörte zu den Mitgründern des Obernkirchener Altersheim-Vereins e.V. und initiierte gemeinsam mit ihrem Ehemann den Bau des Sonnenhofs. Wir erinnern uns gern an eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die sich durch ihre enge Verbundenheit zu unserer Einrichtung auszeichnete. Für ihr soziales Engagement und ihre Unterstützung durch die Claire-Baum-Stiftung danken wir von Herzen. Wir werden sie in ehrender Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und Freunden.

Vorstand & Mitglieder
Obernkirchener Altersheim-Verein e. V.
Mitarbeiter & Bewohner
Seniorenzentrum Haus Sonnenhof

Sommerzeit im Sonnenhof: Impressionen aus dem Seniorenzentrum Obernkirchen

Der Sommer ließ in diesem Jahr keine Wünsche offen und auch die Bewohner des Sonnenhofes haben die vielen sonnigen Tage genossen. Die schöne Gartenanlage mit ihren schattigen Sitzplätzen lud ein zu kleinen Spaziergängen und gemütlichen Gesprächsrunden.

Als es dann ausgerechnet am Tag des beliebten Sommerfestes anfing zu regnen, wurde die Feier kurzerhand in den groĂźen Speisesaal verlegt und alle Beteiligten hatten trotzdem viel Freude bei Musik und Tanz am Nachmittag.

Sport, Spaß und Spiel war das Motto des 1. Bouleturniers der Beeker Mühle. Auf der Jagd nach dem „Schweinchen“ hatten alle Spieler nur ein Ziel: mit ihren Kugeln so nah wie möglich an die kleine grüne Kugel (Schweinchen genannt) heranzukommen. Das erfordert schon etwas Übung und Fingerspitzengefühl, macht aber großen Spaß, darin waren sich alle Teilnehmer einig. Die Boulebahn liegt direkt auf dem Gelände der Beeker Mühle und hat sich zum beliebten Treffpunkt entwickelt.

Fotos: Sonnenhof und Jaruek Chairak/123 Fotos

Obernkirchener Altersheimverein feiert 50. Geburtstag

Das Seniorenzentrum Obernkirchen feiert einen besonderen Geburtstag. Vor 50 Jahren wurde der Obernkirchener Altersheimverein e. V. gegründet und damit der Grundstein gelegt für die heute sehr umfassenden Angebote im Bereich Pflege, betreutem Wohnen und Hospizarbeit. Bis heute wirken die Vereinsmitglieder strategisch beratend im Seniorenzentrum Obernkirchen mit. Dabei bewiesen sie über die Jahre Innovationswillen, Konstanz und das Gespür für die Anforderungen der Zukunft. Das zeigt auch das aktuelle Projekt. Der ehemalige Hausmeister-Bungalow auf dem Gelände des Sonnenhofs soll umgebaut werden und künftig vom Ambulanten Hospizdienst genutzt werden. Da Bedeutung, Nachfrage und die Angebote des Hospizdienstes in den letzten Jahren stetig gestiegen sind, war eine räumliche Vergrößerung sehr von Nöten. Die Planungen kommen also genau zur rechten Zeit.

 

Vorausschauendes Denken
So war es in der Geschichte des Obernkirchener Altersheimvereins e. V. immer. Als im Jahr 1968 die Altenpflege noch in den Kinderschuhen steckte, machte sich das Industriellen-Ehepaar Claire und Hans Baum bereits Gedanken um die Pflege alter und hilfsbedürftiger Menschen. Zusammen mit Gleichgesinnten gründeten sie den Obernkirchener Altersheimverein e. V. mit der klaren Zielsetzung, eine gemeinnützige Seniorenwohnanlage zu schaffen. 1973 war es soweit: Das Seniorenheim Haus Sonnenhof wurde offiziell eröffnet. „Bis heute erfahren wir durch die Vereinsmitglieder eine wertvolle Unterstützung, den Blick von außen und die Verbindung in den Ort und die Gemeinde Obernkirchen“, betont Geschäftsleiter Tobias Schramme. Wie gut das funktioniert, beweist die Entwicklung der letzten Jahre, in denen es Schlag auf Schlag ging: 2003 wurde der Ambulante Pflegedienst Sonnenhof gegründet, 2004 die betreute Wohnanlage Sonnengarten fertiggestellt, 2009 die Tagespflege eröffnet, 2015 die zweite betreute Wohnanlage Beeker Mühle eingeweiht und der ambulante Hospizdienst ins Leben gerufen. Ein umfassendes Leistungsspektrum, das sich selbst die visionären Gründer vielleicht so nicht hätten vorstellen können.

 

Vom diakonischen Gedanken getragen
Seit 15 Jahren an der Vereinsspitze stehen der erste Vorsitzende Eberhard Hesse, seine Stellvertreterin Sybille Schlusche und Schatzmeister Karl Bargheer. „Mit ihnen zusammen haben wir für den Sonnenhof viel bewegen können“, bekräftigt Tobias Schramme. „Alle drei investieren dafür viel Zeit.“ „Das stimmt“, sagt Zahnarzt Eberhard Hesse, „aber die Arbeit ist für mich persönlich sehr bereichernd. Aus Ideen werden konkrete Projekte, die den Menschen nutzen. Besser kann man den diakonischen Gedanken nicht leben.“ Hesse ist zugleich Mitglied des Kirchenvorstands der Ev luth Kirche Obernkirchen. Eine wichtige Verbindung für den Verein, der Mitglied im Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e. V. ist. Seit über 25 Jahren engagiert sich Apothekerin Sybille Schlusche im Obernkirchener Altersheimverein e. V. „Auch als das Thema Pflege noch nicht so aktuell wie heute war, haben mich Entwicklungen im Gesundheitswesen schon interessiert“, erläutert sie. „Von daher habe ich die Chance, den Sonnenhof, der hier in Obernkirchen wirklich eine Institution ist, aktiv mitzubegleiten, gerne angenommen. Darüber hinaus hat das Ehrenamt für mich einen sehr hohen Wert. Neben unseren regelmäßigen Sitzungen bringe ich mich gerne auch aktiv im Sonnenhof ein.“ Unverzichtbar ist auch die Mitarbeit von Karl Bargheer, der als ehemaliger Leiter einer Pflegeeinrichtung aus der Praxis kommt und somit sehr viel Erfahrung und Fachwissen beisteuern kann.

Die Anforderungen der Zukunft hatten und haben die Verantwortlichen des Obernkirchener Altersheimvereins e. V. sehr genau vor Augen. Stand am Anfang die Vision einer gemeinnĂĽtzigen Pflegeeinrichtung fĂĽr die Menschen in und um Obernkirchen, hat sich daraus ein ganzes BĂĽndel an Angeboten entwickelt, die miteinander verzahnt sind. Mit Blick auf die kĂĽnftigen Herausforderungen in der Pflege, ist diese Reise bestimmt noch nicht zu Ende.

Gedenkandacht fĂĽr die Verstorbenen im Sonnenhof

Im Foyer des Sonnenhofs fand erstmalig eine Gedenkandacht für verstorbene Bewohner und Mitarbeiter statt. Hierzu waren Angehörige, Bewohner und Mitarbeiter am Mittwochabend, den 06. September 2017 herzlich eingeladen. Die Andacht wurde in Zusammenarbeit mit der Ev. Luth. Kirchengemeinde Obernkirchen organisiert und durchgeführt. Gedacht wurde derer, die im Zeitraum vom 01.08.16 bis zum 31.07.17 verstorben sind. Es wurden alle Namen verlesen und Namenszettel symbolisch in die Hand Gottes gelegt.

 

Jesaja 49,16: Siehe, in meine Hände habe ich Dich gezeichnet

Die Gedenkandacht soll zukĂĽnftig jedes Jahr einmal stattfinden.

Sommerkonzert mit „Stilbruch”

Es war ein erfolgreicher Abend am 07. August mit der deutschlandweit erfolgreichen Band “Stilbruch” aus Leipzig, die ihre Deutschland Tour „Nimm mich mit“ auf dem Obernkirchener Kirchplatz starteten. Das Trio mixt Rock und Klassiksounds mit Cello und Geige und singt ĂĽber Themen, die Jeder kennt: Liebe, anders sein und Hoffnung. Weder ein Platzregen noch der krankheitsbedingt Ausfall des Schlagzeugers konnten das Konzert stoppen. Am Freitagnachmittag beim BĂĽhnenaufbau vor der Stiftskirche erhält Tobias Schramme die erschreckende Nachricht und ist plötzlich gezwungen, entweder eine Ersatzband zu buchen oder das Konzert platzen zu lassen. Bange Sekunden bis von ein bisschen weiter unten der rettende Satz von einem 4-jährigen Jungen kommt: “Mein Papa spielt Schlagzeug!”. Sven LĂĽersen, der Papa des Jungen, ist Schlagzeuger und ehemaliger Dirigent des TSV Blasorchesters Krainhagen. Ganz spontan und fast selbstverständlich springt dieser ein und rettet so den Bandauftritt der Band Stilbruch. Und so rocken sich Sebastian Maul am Chell, der Geiger Philippe AmadĂ© Polyak und der heimische Sven LĂĽersen am Schlagzeug durch den Abend. Die Besucher waren begeistert. Der Hamburger Singer & Songwriter Wladi Vinci leitete den Abend mit selbstgeschriebenen Songs und Coverversionen ein.

Sommerkonzert in Obernkirchen